Veröffentlichungen

  • Gardenia 8/2014
  • Gardenia 11/2011
  • Exihs Host Fiera Milano
  • Paysage

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Gardenia – August 2014

Ein poetischer und erholsamer Raum, für Gebiete mit kühlem Klima, in zarten Pastelltönen gehalten.

Eine kühle Poesie in Pastelltönen:
… der andere italienische Garten auf dem Festival “Chaumont Sur Loire 2014″ ist das “purgatoire des tentation”, von Giuliana Marsiaj (Gründerin des Studios “Ankhé” in Turin, die sich mit der Grün-Gestaltung beschäftigt) und Raffaele Cogno . Ein poetischer und erholsamer Raum, für Gebiete mit kühlem Klima, in zarten Pastelltönen gehalten (grün, blau und ein Hauch von rosa). Schwerelose Wolken von Blüten säumen einen Weg, der sich in weichen Kurven windet und mit grauem Kies bedeckt ist , um eine perfekte Harmonie mit den anderen Farben des Gartens zu schaffen. Flächen von Vergissmeinnicht (Myosotis alpestris), die am Ende des Frühlings köstliche Büschel von leuchtend blauen Blüten bieten, Tupfer von Akelei mit blauen und weißen Blütenblättern (Aquilegia caerulea “Blue Star”), die von den Schäften des Riesen-Delphinium überragt werden: dunkelviolett diejenigen des Delphinium Giant “Black Knight”, in einem helleren Farbton die des “Blue Spring”. Und dann das dekorative, aber wenig bekannte Sisyricum Bellum, mit Büscheln von Schwertblättern, die die blau-violetten flachen Blütenkronen umgeben.

Gardenia – November 2011

Quante leggende sugli alberi, quante parole sussurrate dalle fronde di ciascuna essenza. Come vecchi saggi, sembrano dirci:”siediti, osserva, ascolta, respira, vivi!”.

DER WALD IST DER ORT, AN DEM MAN WIEDER ZUM KIND WIRD.

Die Landschaftsarchitektin Giuliana Marsiaj lädt uns zu einem Spaziergang im Park des Familienhauses ein, dort wo Farben, Geräusche, Gerüche ihr helfen, Frieden zu finden. In jeder Jahreszeit.
Es war immer ein Traum von mir, und ich hab es endlich geschafft, ihn zu verwirklichen: eine Oase der Ruhe und Stille auf den grünen Hügeln um Turin, meiner Heimatstadt, zu schaffen. Für mich ist es ein “healing garden”, eine Heilgarten. Ich betrachte ihn als solchen, denn wenn ich nach langen Arbeitstagen dort spazieren gehe, kann ich die Probleme vergessen, bereits bevor ich ihn betreten habe. Und dann es ist eine Freude, mich von weichen Formen und Farbschattierungen, die sich von Saison zu Saison anmutig abwechseln, wiegen zu lassen. Mein Garten ist das Labor, in dem ich die alte Bindung zwischen Mensch und Natur suche, wie eine Nabelschnur für das Überleben auf diesem Planeten. Hier ist nichts übertrieben, keine Zwänge, es scheint so, dass jeder Baum, jeder Strauch seit jeher hier steht, in ihrer entwaffnenden Einfachheit. Nur die Jahreszeiten unterteilen die Zeit. Eine Zeit, die Kunst ist: statt tickenden Uhrzeigern hört man nur die Stimme der des Windes durch die Blätter, die Sonne durch mehr oder weniger intensiv grüne, mehr oder weniger blühende Äste gefiltert. Ein seltsamer Tanz, ein Spiel ohne Regeln, in dem nur die Natur mit ihren tausenden Gesichtern Protagonist ist.
Ich entdecke die Bedeutung des Atems beim Sitzen auf einer Holzbank, die sich um eine Gruppe von Liquidambar windet, deren Wipfel in allen Grünschattierungen in den Himmel ragen. Der heilende Wert der Natur liegt im Gefühl der Ruhe, das die Beobachtung der runden Formen der Blätter oder das Fühlen des weichen Holzes uns geben kann. Der Duft von aromatischen Wildkräutern….
Und dann die Blumen: Rosen überall, uralte, rustikale, mit Blütenkronen aus hellen Farbtönen; mit Tau schenken sie uns eine zartes Rosenwasser, ein altes Heilmittel und Schönheitsgeheimnis.
Weiter vorn, an einem Bach entlang aufragender Bambus in all seinem exotischen Reiz, sein Gesang durch die vom Wind bewegten Blätter, mit geschmeidigen Schilfen, die die Frische des Hellgrüns enthalten, das in starkem Kontrast zu dem verbrannten Rot des Urweltmammutbaums steht. Eine andere Geschichte, andere Wurzeln, der Charme der Länder Amerikas.
Wie viele Legenden über Bäume, wie viele geflüsterte Wörter vom Laub einer jeden Baumart. Wie ein weiser alter Mann, scheinen sie zu sagen: “Setz dich, schau, höre, atme, lebe.”
Und den kommenden Generationen, denen sie majestätisch escheinen, werden sie immer die alte Geschichte der großen Freundschaft zwischen Baum und Mensch erzählen.

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